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Raus aus der Microsoft-Welt: Wie Unternehmen den Microsoft Exit sauber vorbereiten

23. März
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 27. Aug.

Logos von Microsoft Apps auf einem Handy

Viele IT-Verantwortliche wollen raus aus der Microsoft-Welt, weil Kosten, Komplexität und regulatorische Anforderungen steigen. Die gute Nachricht: ein Umstieg muss kein Großprojekt ins Ungewisse sein. Mit der richtigen Zielarchitektur lässt sich der Wechsel planbar und schrittweise umsetzen.



„Wir wollen weg von Microsoft!“


Diesen Satz hören wir aktuell in vielen Gesprächen mit IT-Verantwortlichen.

Der Auslöser ist selten nur ein einzelnes Thema. Meist ist es die Summe: steigende Lizenzkosten, wachsende Komplexität, immer mehr Abhängigkeiten und die Frage, wie viel Kontrolle über Daten, Systeme und Entscheidungen eigentlich noch im eigenen Unternehmen liegt.

Dazu kommt: regulatorische Anforderungen machen das Thema nicht kleiner, sondern größer. Gerade in regulierten oder sicherheitskritischen Umfeldern steigen die Anforderungen an Resilienz, Nachvollziehbarkeit und den Umgang mit IT-Risiken deutlich. Genau deshalb rückt die Frage nach digitaler Souveränität für viele Unternehmen ganz nach oben auf die Agenda.

Was wir dabei oft sehen: Der Wunsch „weg von Microsoft“ ist da, aber ein realistischer Plan für den Umstieg fehlt noch.

Genau an diesem Punkt wird es spannend.

Denn ein sauberer Wechsel bedeutet nicht, alles auf einmal herauszureißen. Es geht darum, die eigene Zielarchitektur so aufzubauen, dass Abhängigkeiten Schritt für Schritt reduziert werden und der Betrieb dabei stabil bleibt.


Wir bei Cloud Manta beschäftigen uns genau mit diesem Szenario: Private Cloud, Exit-Strategien und moderne Open-Source-Architekturen für Unternehmen, die wieder mehr Kontrolle über ihre Infrastruktur wollen. Das ist auch der Kern unserer bisherigen Inhalte und Beratungsprojekte.   


Worum es beim Microsoft Exit wirklich geht


Viele denken bei einem Microsoft-Ausstieg zuerst an Tools, also an Fragen wie:

  • Welches Office-Paket ersetzt Microsoft 365?

  • Was kommt statt Azure?

  • Wie verwalten wir Endgeräte ohne Intune?


Technisch sind das wichtige Fragen, strategisch beginnt der Umstieg aber früher.

Nämlich mit Prioritäten:


  • Welche Systeme müssen wir wirklich selbst kontrollieren?

  • Welche Abhängigkeiten sind kritisch?

  • Welche Workloads lassen sich sinnvoll migrieren?

  • Was muss aus Compliance-, Datenschutz- oder Resilienzsicht anders werden?

  • Und welche Zielarchitektur passt überhaupt zu einem KMU?


Unsere Blaupause für den Umstieg


In vielen Fällen denken wir den Wechsel in vier Bausteinen: Betriebssystem, Cloud, Kollaboration und Device Management.


  1. Von Windows nach Ubuntu


Der erste Baustein ist häufig der Arbeitsplatz.

Ubuntu ist für viele Unternehmen eine stabile und schlanke Alternative zu klassischen Windows-Setups. Die Plattform ist Open Source, gut dokumentiert und in standardisierten Umgebungen sehr gut beherrschbar.

Wichtig ist dabei: Nicht jeder Arbeitsplatz muss von heute auf morgen migriert werden. In der Praxis funktioniert ein schrittweiser Rollout deutlich besser. Teams mit klaren, standardisierten Anforderungen sind oft der richtige Startpunkt.


  1. Von Azure in eine Private Cloud mit Proxmox und Rancher


Der zweite Baustein ist die Infrastruktur.

Gerade hier spüren viele Unternehmen ihre Abhängigkeit am stärksten: laufende Kosten, schwer kalkulierbare Services, technische Kopplung an einen Anbieter und fehlende Verhandlungsmacht.

Eine Private Cloud auf Basis von Proxmox und Rancher kann für viele KMU eine sehr gute Alternative sein. Nicht, weil Public Cloud grundsätzlich falsch wäre, sondern weil sich damit für bestimmte Szenarien deutlich mehr Kontrolle zurückholen lässt.



  1. Von Microsoft 365 nach Nextcloud


Der dritte Baustein ist Kollaboration.

Viele Unternehmen hängen operativ stark an Microsoft 365, obwohl sie eigentlich nur einen Teil des Stacks wirklich benötigen. Für vertrauliche Dokumente, File Sharing, Groupware und Zusammenarbeit kann Nextcloud in vielen Fällen ein sinnvoller Ersatz sein, besonders dann, wenn die Daten im eigenen Rechenzentrum oder in einer kontrollierten Umgebung liegen sollen.

Hier ist Schleswig-Holstein ein gutes Praxisbeispiel: das Land setzt in seiner Open-Source-Strategie unter anderem auf Nextcloud und weitere offene Kollaborationslösungen als Alternative zu Microsoft-Komponenten.


  1. Von Intune nach Landscape


Der vierte Baustein wird oft unterschätzt: Device Management.

Denn der schönste neue Arbeitsplatz bringt wenig, wenn Verwaltung, Updates, Richtlinien und Sicherheit nicht sauber organisiert sind.

Für Ubuntu-basierte Clients ist Landscape von Canonical ein sinnvoller Baustein, um Geräte zentral zu verwalten. Gerade in Umgebungen mit mehreren Standorten oder standardisierten Client-Rollen ist das ein wichtiger Hebel, damit der Betrieb nicht unnötig kompliziert wird.


Fazit


Wir glauben, der Wunsch nach einem Microsoft-Ausstieg ist kein kurzfristiger Trend, sondern Ausdruck einer größeren Entwicklung: Unternehmen wollen sich aus einseitigen Abhängigkeiten lösen und ihre IT wieder stärker an den eigenen Anforderungen ausrichten.

Dazu gehören Fragen wie:


  • Wo liegen unsere Daten?

  • Wie gut können wir Kosten wirklich steuern?

  • Wie schnell können wir auf neue Anforderungen reagieren?

  • Was passiert, wenn sich Preise, regulatorische Rahmenbedingungen oder technische Spielregeln ändern?


Genau deshalb reden heute viele IT-Verantwortliche nicht mehr nur über Cloud-Nutzung, sondern über Exit-Fähigkeit, weshalb eine eigene, realistische Alternative so wertvoll ist.

Entscheidend ist, aus diesem Impuls eine Architektur zu machen, die technisch funktioniert, wirtschaftlich Sinn ergibt und regulatorisch belastbar ist.

Mit Ubuntu am Arbeitsplatz, einer Private Cloud auf Basis von Proxmox und Rancher, Nextcloud für Kollaboration und Landscape für die Verwaltung lässt sich für viele Unternehmen ein modernes, kontrollierbares Setup aufbauen.

 
 
 

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