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VMware-Lizenzkosten steigen?! Warum viele Unternehmen jetzt Proxmox als Plan B prüfen

15. Juli
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 16. Juli




Die steigenden VMware-Lizenzkosten beschäftigen aktuell viele IT-Abteilungen. Besonders Unternehmen mit gewachsenen On-Premises-Umgebungen stehen vor der Frage: Weiter verlängern, obwohl die Kosten steigen? Oder rechtzeitig Alternativen prüfen, bevor der nächste Lizenzzyklus zur Kostenfalle wird?

Genau darum ging es in unserem Webinar „VMware-Lizenzkosten steigen? Plan B mit Proxmox“.

Unser Ziel war nicht, VMware pauschal schlechtzureden oder Proxmox als einfache 1:1-Kopie darzustellen. Vielmehr wollten wir zeigen, wann Proxmox eine realistische Alternative sein kann, welche Voraussetzungen erfüllt sein sollten und welche Fragen Unternehmen vor einer Migration klären müssen.


Warum das Thema gerade so relevant ist 


Viele Unternehmen setzen seit Jahren auf VMware. Die Plattform ist etabliert, stabil und tief in bestehende Prozesse integriert. Gleichzeitig führen veränderte Lizenzmodelle und steigende Kosten dazu, dass IT-Verantwortliche ihre Virtualisierungsstrategie neu bewerten müssen.

In vielen Gesprächen hören wir aktuell ähnliche Aussagen:


  • „Wir wollen eigentlich nicht weg von VMware, aber die Kosten sind schwer zu rechtfertigen.“

  • „Wir brauchen eine Alternative, aber ohne unkalkulierbares Risiko.“

  • „Wir möchten wissen, ob unsere bestehende Hardware weiterverwendet werden kann.“

  • „Wir brauchen Klarheit, bevor wir eine strategische Entscheidung treffen.“

  • Das Ziel war für uns also einen Überblick zu Proxmox zu geben, inklusive einer kleinen Live Demo mit HA und Backup-Funktionen sowie die offenen Fragen und Einwände zu klären.


Die wichtigsten Learnings aus dem Webinar 


Ein zentrales Learning: Eine Migration von VMware zu Proxmox ist kein reiner Toolwechsel. Es geht nicht nur darum, virtuelle Maschinen von A nach B zu verschieben. Entscheidend ist, die bestehende Umgebung vorher gut zu analysieren. Dazu gehören unter anderem:


  • Welche VMs sind kritisch?

  • Welche Systeme haben feste Wartungsfenster oder sehr geringe Downtime-Toleranz?

  • Welche Abhängigkeiten bestehen zwischen Applikationen, Datenbanken und Fileservern?

  • Welche Storage-Anforderungen gibt es?

  • Welche Hardware ist vorhanden und kann weiter genutzt werden?

  • Welche Backup- und Restore-Prozesse müssen angepasst werden?


Gerade bei gewachsenen VM-Landschaften liegen Risiken oft nicht in der Virtualisierungsplattform selbst, sondern in fehlender Dokumentation, unklaren Abhängigkeiten oder historisch gewachsenen Sonderfällen.


Häufige Frage: "Welche Hardware eignet sich für Proxmox?"


Eine der häufigsten Fragen im Webinar war: „Welche Hardware eignet sich für Proxmox? Müssen wir das komplett neu aufziehen?“


Die Antwort: Es kommt auf Workload, Verfügbarkeit, Storage-Konzept und Wachstum an. Wichtig sind vor allem ausreichend RAM, performanter Storage, zuverlässige Netzwerkanbindung und eine saubere Cluster-Planung. Bestehende Hardware kann oft weiterverwendet werden.

Wir empfehlen folgende Punkte vorab zu prüfen:


  • CPU-Generation und Virtualisierungsfunktionen 

  • RAM-Kapazität und Erweiterbarkeit 

  • Storage-Aufbau: lokal, SAN, Ceph-fähig oder ungeeignet? 

  • Netzwerk:

    • Dedizierte physische Netzwerke für das Backbone  

    • Cluster Netzwerk mit < 2ms RTT

    • Mindestens 25 Gbps für Storage Traffic und/oder HA vorsehen

  • Redundanz: Netzteile, Netzwerk, kein SPoF

  • Support- und Lifecycle-Status der Hardware 


Gerade bei einer älteren Hardware ist ein Wechsel oft sinnvoller.


Proxmox ist nicht nur eine Kostenfrage 


Natürlich ist Kostensenkung ein großer Treiber. Viele Unternehmen prüfen Proxmox, weil sie ihre Lizenzkosten reduzieren möchten. Der größere strategische Vorteil liegt aber oft in der gewonnenen Handlungsfreiheit.

Proxmox bietet Unternehmen die Möglichkeit, Virtualisierung, Storage und Hochverfügbarkeit unabhängiger zu gestalten. Gleichzeitig bleibt die Architektur transparent und kontrollierbar.

Wichtig ist aber: Proxmox muss zum Unternehmen passen. Nicht jede Umgebung ist sofort ein idealer Kandidat. Wer geschäftskritische Systeme betreibt, sollte die Einführung sorgfältig planen, testen und mit einem klaren Migrationskonzept umsetzen.


Was Unternehmen vor einer Migration klären sollten 


Vor einer Entscheidung für oder gegen Proxmox sollten IT-Verantwortliche mindestens folgende Fragen beantworten:


  • Welche Systeme sind geschäftskritisch?

  • Welche Downtime ist akzeptabel?

  • Welche VMs können in Wellen migriert werden?

  • Welche Applikationen müssen gemeinsam betrachtet werden?

  • Welche Backup-Strategie soll künftig genutzt werden?

  • Wie wird Hochverfügbarkeit umgesetzt?

  • Welche Anforderungen gibt es an Storage und Performance?

  • Welche internen Skills sind vorhanden?

  • Welche Aufgaben sollen intern übernommen werden und wo ist externe Unterstützung sinnvoll?


Diese Fragen entscheiden darüber, ob eine Migration geordnet und risikoarm verläuft oder später operative Probleme entstehen.


Unser Fazit aus dem Webinar 


Das Interesse am Thema zeigt deutlich: Viele Unternehmen suchen aktuell nach einem belastbaren Plan B zu VMware. Proxmox kann für viele Umgebungen eine sehr realistische Alternative sein — vor allem dann, wenn Kosten, Unabhängigkeit und technische Kontrolle stärker in den Fokus rücken. Gleichzeitig braucht es eine ehrliche Analyse der bestehenden Infrastruktur, der Hardware, der Betriebsprozesse und der geschäftskritischen Workloads.


Unser wichtigstes Fazit lautet daher:


Nicht jede VMware-Umgebung sollte sofort migriert werden. Aber fast jedes Unternehmen sollte heute wissen, ob Proxmox eine realistische Alternative ist.


Wer diese Bewertung frühzeitig vornimmt, entscheidet nicht unter Druck, sondern mit Klarheit.


Du möchtest wissen, ob Proxmox zu deiner Umgebung passt? 


Cloud Manta unterstützt Unternehmen bei der herstellerneutralen Bewertung, Planung und Umsetzung von Proxmox-Infrastrukturen — von der ersten Bestandsaufnahme über die Hardwareprüfung bis zur Migration geschäftskritischer VMs.

In einer unverbindlichen Demo zeigen wir, wie Proxmox in der Praxis funktioniert, worauf es bei HA, Storage und Migration ankommt und welche Fragen für Ihre Umgebung entscheidend sind. Sprich uns an!


 
 
 

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